Als Hebamme in Neuseeland arbeiten....

ich bekomme häufig Anfragen von Kolleginnen und Schülerinnen/Studentinnen, die sich dafür interessieren, in Neuseeland als Hebamme zu arbeiten. Oft werde ich dann per Mail gebeten, meine Erfahrungen und Tipps weiterzugeben.
Da diese locker ein Buch füllen würden, bin ich leider außerstande, diese Anfragen individuell ausführlich zu beantworten.
Hier in Kurzform die wichtigsten Infos, Tipps und Links: 

 

Ausbildung: Studium (4 Jahre, BSc), mind. 40 Geburten als Examensgrundlage

Arbeitsfelder: Klinik (angestellt und Belegsystem), Praxis, Geburtshaus, Hausgeburten, Vor- und Nachsorge, Kurse. Wer neu nach Neuseeland kommt, darf nicht gleich alleinverantwortlich in allen Arbeitsfeldern arbeiten, sondern erhält eine befristete eingeschränkte Erlaubnis zur Ausübung des Berufs.

Organisation: Berufsverband New Zealand College of Midwives. Die Internetpräsenz eines selbstbewussten, starken Verbandes: hier gibt es großartige Informationen, alles Wissenswerte über Organisation der Berufsausübung, sowie Aus- und Weiterbildung. auch Job angebote sind hier veröffentlicht.

Organisation: Kammer Midwifery Council of New Zealand. Das gesetzliche Regelwerk. Hier muss sich jede Hebamme registrieren. Sie erhält einmal im Jahr eine befristete Erlaubnis zur Berufsausübung, nachdem sie ihre Qualitätsnachweise erbracht hat. Das Council ist auch die anlaufstelle für Klientinnen, die sich über ihre Hebamme informieren möchten (Register einsehen) oder Fragen oder Probleme mit der Hebammenbetreung haben.

Jobs: gibt es reichlich. Auf der Seite des Verbandes, oder über Agenturen (die helfen auch mit dem Papierkram). Beispiel www.tonix.co.nz.

Haftpflicht: staatlich - die Hebammen sind versichert, auch die Freiberuflichen (geht doch!)

Cave: die Registrierung ist mühsam, langwierig und teuer. Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis müssen geklärt werden (ebenfalls mühsam und teuer).

 

Hebamme Dr. rer.medic. Christiane Schwarz. Praktikerin, Dozentin, Autorin